Vergiftungen Drucken E-Mail

Verletzung am Panzer bei einer Rückenstrichgarnel. Hier können sehr leicht Bakterien eindringen oder sich Pilzsporen festsetzen.Bei Vergiftungen ist es wichtig, sofort zu reagieren. Je länger die Tiere dem vergifteten Wasser ausgesetzt sind, um so geringer sind ihre Überlebenschancen. Die Empfindlichkeit der einzelnen Arten gegenüber bestimmten Stoffen ist durchaus unterschiedlich.

Caridina-Arten, besonders Crystal und Bienengarnelen, sind meist deutlich empfindlicher als Neocaridina-Arten. Die weitaus unempfindlichsten Garnelen scheinen Amano- und
Großarmgarnelen zu sein.

Vergiftungen sind häufige Ursachen für Massensterben. Liegt eine Vergiftung vor, so muss schnell gehandel twerden. Vergiftungen können beispielsweise durch Medikamente, Flüssigdünger, Kupferrückstände aus den Wasserleitungen beim Wasserwechsel oder durch zu hohe Nitrit oder Nitratwerte auftreten. Auch nach dem Einsatz neuer Wasserpflanzen oder von Crustaceen in nicht eingefahrene Aquarien (falsche Wasserwerte) können sich  Vergiftungserscheinungen zeigen. Allein aus diesen Gründen sind regelmäßigeWasserwechsel und gelegentliche Kontrollen derWasserwerte wichtig.

Woran erkennt man Vergiftungen im Garnelen- und Flusskrebsaquarium
Häufige Anzeichen sind Massensterben in Verbindung mit Änderungen, die man kurz vorher am Aquarium gemacht hat. Sei es Wasserwechsel, hinzusetzen neu erworbener Aquarienpflanzen oder Tiere und Zugabe von Medikamenten oder Dünger. Die Tiere werden träge oder apathisch und sterben innerhalb weniger Stunden. Wenn nach einem Wasserwechsel plötzlich unerklärliche Todesfälle besonders bei weichem Wasser eintreten handelt es sich möglicherweise um eine Schwermetallvergiftung.

Sollte es aus irgendeinem Grund zu unerklärlichen Verlusten unter Ihren Garnelen kommen, so versuchen Sie zuerst folgende Fragen zu beantworten:

  • Ist zu wenig Sauerstoff vorhanden?
  • Ist die Wassertemperatur im Aquarium zu hoch?
  • Sind die Wasserwerte nicht in Ordnung
    (pH-Wert, GH, KH, Nitrit, Nitrat, Cu)?
  • Wurde vor kurzem ein Wasserwechsel durchgeführt?
  • Haben Sie neue Pflanzen oder Garnelen dazugekauft?
  • Wurde vor kurzem mit einem Medikament behandelt?
  • Verwenden Sie Flüssigdünger oder Anti-Algenmittel?
  • Verhalten sich Ihre Garnelen anders als normal? Sind Sie beispielsweise träge oder fressen nichts mehr?

Können Sie nur eine Frage mit ja beantworten, sollte ein sofortiger 50-80% Wasserwechsel mit Zugabe eines Wasseraufbereiters vorgenommen werden. Tritt danach immer noch keine Besserung ein, ist meist eine Krankheit für ein Garnelensterben die Ursache.

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