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Kupfervergiftung Garnelen und Flusskrebse reagieren schon bei geringen Mengen von Kupfer empfindlich, was schon ganzen stämmen das Leben gekostet hat. Je nach Wasserhärte befinden sich neben der natürlichen Anreicherung auch verschiedene Metalle, wie Blei und Kupfer, in unterschiedlichen Konzentrationen in den Leitungssystemen des Trinkwasser. In weichem und saurem Wasser lösen sich Metalle leichter als im Wasser mit einem höheren Härtegrad. Kupfer liegt im weichem Wasser als hochgiftiges freies Kupfer, während es im harten Wasser z.B. als Karbonat gebunden wird und für Garnelen viel weniger giftigt wirkt. Daher sollte man wenn Kupferleitungen im Haus vorhanden sind bzw. ein Durchlauferhitzer Verwendung findet, auf jeden Fall vor dem Wasserwechsel das Leitungswasser, dass längere Zeit im Rohr gestanden hat, ablaufen lassen. Um die giftigen Schwermetalle im Wasser zu binden und gleichzeitig Chlor zu neutralisieren sollte man auf ein gutes Wasseraufbereitungsmittel nicht verzichten.
Nitritvergiftung
Während es bei Zierfischen auf die Randbedingungen ankommt ob und wann in welcher Menge und wie schnell Nitrit wirkt, reagieren Garnelen schon bei Konzentrationen ab 1mg/l, wesentlich empfindlicher auf Nitrit und darf deshalb in Ihrem Aquarienwasser nicht nachweisbar sein.
Eine Nitritvergiftung zeigt sich bei Garnelen durch folgende Vergiftungserscheinungen: Anfangs sind die Garnelen träge, sie sitzen lustlos am Bodengrund und fressen kaum noch. Weiterhin verfärbt sich bei Vergiftungen bei durchsichtigen Arten wie der Amano-Garnelen die Muskulatur des Abdomens und zeigt eine orange-milchige, manchmal weißliche Verfärbung, bei mehreren Garnelen gleichzeitig. Siehe Bild rechts.
Sind Garnelen längere Zeit zu hohen Nitritwerten ausgesetzt, so kann dies zu hohen Verlusten führen! Nitrit blockiert den Sauerstofftransport im Blut von Wirbeltieren, was nach längerer Zeit zum Erstickungstod führt. Bei Garnelen sind ähnliche Wirkungen zu erwarten. Nitrit führt zur Melanisierung der Kiemen und so in Folge zu Sauerstoffmangel und zum Tod der betroffenen Tiere. In einem gut eingelaufenen Aquarium, in dem die biologischen Abbauprozesse funktionieren, sind kaum Nitritwerte messbar. Aber gerade in der Anfangsphase eines Aquariums ist der Nitritwert durch den fehlenden Abbau, da die nötigen Bakterien noch nicht vorhanden sind, oft sehr hoch.
Phosphat Phosphat wird ausschließlich durch das Futter in das Aquarium
gebracht. Aquarienfutter ist aus natürlichen Stoffen hergestellt
und enthält somit auch Phosphat. Bei Phosphat-Konzentrationen über 0,20 mg/l kann das Aquariumsystem aus
dem "Gleichgewicht" geraten. Das zu Viel an Phosphat lässt grüne
Fadenalgen vermehrt wachsen. Bei
erhöhten Phosphatwerten, besonders in Verbindung mit erhöhten
Nitratwerten, reagieren empfindliche Tiere ebenfalls heftiger auf
andere negative Einflüsse. Vor allem können bei einer
bevorstehenden Häutung Probleme auftreten, die letztendlich zum
ableben der Garnelen führen. Auf jedenfall sollte bei
erhöhten Phosphatwerten im Aquariumwasser, ein häufiger
Wasserwechsel stattfinden. Probleme zu Krankheiten, Haltung,
Vergesellschaftung? So kontaktieren Sie uns, wir helfen gerne. Ammoniakvergiftung Grade Aquarienwasser mit
niedrigen pH-Wert das bei einem Teilwasserwechsel mit frischem
Leitungswasser erneuert wird, kann der pH-Wert schnell über 8,0
ansteigen und so eine Ammoniakvergiftung erwirken. Je nach PH-Wert
entstehen aus dem Fischkot oder Futterresten, welche Eiweiße enthalten
die durch Bakterien und Mikroorganismen zersetzt werden, Ammoniak (NH3)
oder Ammonium (NH4). Während Ammonium (NH4) relativ ungiftig ist,
reichen bei Ammoniak (NH3) schon geringe Mengen aus. Bei pH-Werten
unter 7,0 liegt hauptsächlich Ammonium (NH4) vor was relativ ungiftig
ist. Aus Ammonium entsteht dann das giftige Ammoniak wovon
schon geringste Mengen ausreichen um bei Garnelen Vergiftungen oder
Häutungsprobleme auszulösen. Ab 0,2 mg/L kann Ammoniak für Garnelen
tödlich sein. Bei PH-Werten zwischen 7.5 und 8 ist Ammoniak (NH3) und
Ammonium (NH4) etwa im gleichen Verhältnis im Aquariumwasser
nachweisbar. Ab einem PH-Wert von 8 nimmt der Ammoniakwert drastisch
zu. Werden erhöhte Ammoniakwerte gemessen sollte unverzüglich ein
großzügiger Teilwasserwechsel und eine Überprüfung des pH-Wertes
erfolgen.
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