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Verhalten Garnelen |
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Garnelen der Gattung Caridina/Neocaridina sind sehr soziale und untereinander ausgesprochen friedliche und lebhafte Gruppentiere. Unter der Gattung Macrobrachium gibt es aber auch einige Killer. In Gruppen ab 10 Tieren zeigen sie eher eine aufgewecktere Verhaltensweise, sind weniger schreckhaft und halten sich seltener versteckt als einzelne Tiere. - Da Zwerggarnelen flinke Kletterer sind und vor allem nach einem Wasserwechsel oder Einsetzen in das Aquarium sehr hektisch durch das Aquarium schwimmen und eventuell herausklettern könnten, sollte nicht nur nach dem Einsetzen, das Aquarium gut abgedeckt sein. Selbst durch die Kabelführungen in der Aquarienabdeckung kommen sie ohne Probleme. Abhilfe schafft hier Filterwatte, mit der man die Öffnungen ohne großen Aufwand abdichten kann. Sind trotzdem einmal Garnelen aus dem Aquarium entkommen, können sie, solange sie nicht austrocknen, eine zeitlang auch außerhalb des Wassers überleben. Dieses Verhalten liegt auch an ihrer Veranlagung. Amano-Garnelen z.B wandern ähnlich wie Krebse gerne über Land.
- Wenn mehrere Garnelen versuchen aus dem Becken zu springen, in größeren Gruppen oben auf einem Filter sitzen um hektisch das Aquarium zu verlassen oder gedrängt in einer Ecke schwimmen um aus dem Wasser zu entkommen kann es aber auch noch andere Gründe haben. Oft ist dies ein anzeichen das etwas mit der Wasserqualität nicht in Ordnung oder Sauerstoffmangel vorhanden ist. Wer solch eine Beobachtung macht sollte seine Wasserwerte oder einmal die Sauerstoffzufuhr überprüfen.
- Bemerkt man, dass die Garnelen hektisch durchs Wasser schwimmen
besteht kein Grund zur Sorge, meist handelt es sich dann um das
Vorspiel zur Paarung. Oft wird das Paarungsverhalten auch nach einem
Wasserwechsel ausgelöst in dem das Weibchen Duftstoffe an das Wasser
abgibt. Sogenanntes Paarungsschwimmen. Mehr darüber im Kapitel Zucht.
- Immer wieder kann man auch feststellen, dass Garnelen in dicht bepflanzten Aquarien nach dem Einsetzen spurlos verschwunden sind. Das ist richtig, gerade in gut bepflanzten Aquarien. Vor allem Anfänger vermuten als erstes, dass ihre gerade erst erworbenen Tiere verschwunden oder gar tot seien. Der Grund dafür ist aber ganz einfach. Garnelen sind sehr gute Versteckkünstler. Viele Arten können sich ihrer Umgebung so perfekt anpassen und sich im Pflanzendickicht verstecken, dass sie so einige Zeit verborgen bleiben. Ist das einmal der Fall, kommen sie wenn sie hungrig sind und mit einer Tablette gefüttert werden garantiert innerhalb von Sekunden, blitzschnell aus ihren Verstecken hervor, denn Garnelen besitzen einen gut entwickelten Geruchssinn der ihnen erlaubt, jede zum Boden gefallene Nahrung besonders schnell zu finden. Die Tiere kommen dann im Schwarm aus ihren Verstecken hervor. Nach einigen Minuten, wenn jede Garnele ihr Stück Futter erbeutet hat, kehrt wieder Ruhe im Aquarium ein.
- Häufig ist bei Garnelen ein Art "kannibalisches" Verhalten zu beobachten. Das heißt jetzt nicht, dass Zwerggarnelen sich auf gesunde Artgenossen oder Fische stürzen. Im Normalfall fallen sie erst über tote Tiere her. Es kann jedoch vorkommen, dass bereits kranke oder geschwächte Tiere angefallen und innerhalb kürzester Zeit aufgefressen werden. Mehr darüber unter Kannibalismus.
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