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Die schwarze Kiemenkrankheit oder auch als Black Gill diseases (braune Kiemen, graue, braune bis schwarze Verfärbung der Kiemenbögen) bekannt, trat bei weißen Garnelen in South Carolina erstmals 1999 auf. Innerhalb eines Jahres schien sich die Krankheit vom Zentral South
Carolina aus, in 6-8 Wochen entlang der Küste Georgias auszubreiten.
Die schwarze Kiemenkrankheit ist charakterisiert durch eine Verdunkelung (Melanisierung) der Kiemenoberfläche bei Garnelen der Fam. Penaeiden und kann gut durch das Exoskelett der Garnelen beobachtet werden. Diese Krankheit tritt in der Aquakulture generell im August auf und manifestiert sich Mitte bis Ende September, bevor sie Ende Oktober oder November verschwindet, wenn die Wassertemperaturen unter 22°C sinken. Die Krankheit ist nicht auf Menschen übertragbar und beeinträchtigt den Geschmack der betroffenen Garnelen nicht.
Während die Verfärbung der Kiemen in der Aquakultur durch eine falsche Behandlung bei Garnelen, Krebsen und Krabben durch Verunreinigung der Kiemen oder einer Infektion mit Viren, Bakterien oder Parasiten verursacht werden kann, ist der Hauptverursacher bei Garnelen in South Carolina einer von mehreren Protozoen (Hyalophysa Chattoni, Gymnodinioides inkystan und Synophrya hypertrophica), die die Kiemen während eines Teils des natürlichen Lebenszyklus besiedeln.
Während dieses inaktiven Zustands, bildet der Protozon eine an die Kiemenoberfläche angeheftete Zyste. Dieses behindert den Sauerstofftransport vom Wasser, worauf der Sauerstoff mit dem Aufbau einer Melaninbarriere zwischen dem gesunden Kiemengewebe und dem Protisten reagiert. Eventuell häutet sich die Garnele um zu versuchen den Protozoen abzustoßen. Ist dies der Fall wandelt sich die Zyste in ein aktives Stadium um und ernährt sich von einem wachsigen Sekret, das Garnelen produzieren, um sich zu Häuten. Wiederholtes Häuten der Garnele, um zu versuchen den Protozoen abzustoßen, führt dadurch das der Protozoen sich von dem Sekret ernährt und nicht mehr genügend zur Verfügung steht, zu einem immer dünner werdenden Panzer was wiederrum dazu führt das dass Tier anfälliger für Verletzungen und somit die Kiemen leicht von Bakterien und Pilzen infiziert werden können, was letztendlich zu den Symptomen der Schwarzkiemen Krankheit führt.
Symptome
Längeres Aussetzen der Garnele gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen
kann dazu führen, dass eine Schwächung des Immunsystem auftritt und sekundäre Infektionen durch Bakterien, Pilze und Protozoen beginnen. Eine optische Verfärbung beginnt in der Regel an den Kiemenspitzen, breitet sich als graue, braune bis schwarze Verfärbung über die Kiemenbögen aus (Foto 1) bis die Kiemen vollständige schwarz verfärbt sind (Foto 2) . Es folgt eine Appetitlosigkeit. Durch das Verstopfen der Kiemenoberflächen, die Melanisierung, kommt es zu Sauerstoffmangel so wie dadurch entsehende Atemwegsprobleme und letztendlich zum Tod.
Eine exakte Diagnose kann jedoch nur durch Sizieren verstorbener Tiere erfolgen.
Vorbeugung
Regelmäßiges absaugen des Bodengrundes von Ablagerungen und Sedimenten. Vermeiden Sie eine Überfütterung um die Wasserqualität nicht zu beinträchtigen. Verwenden Sie geeignete Mittel für die Wasserverbesserung.
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