Falsche Pilzkrankheit (Glockentierchen) Drucken E-Mail

Glockentierchen treten in Kolonien, kleines Bild, oder als einzelene Stäbchen, großes Bild, auf.Glockentierchen gehören zu den Cilliaten oder Wimpertierchen. Glockentierchen wie Epistylis spp. sind krankheitserreger, die als haltungsbedingte Störung gelten, das heißt als Erkrankung die immer dann auftreten, wenn die Tiere durch mangelhafte Lebensbedingungen geschwächt sind. Sehr häufig sind diese Erkrankungen in organischen belasteten Gewässern zu finden.

Symptome

Da die Symptome eines Pilzbefalles sehr ähneln, wird oft mit Medikamenten gegen eine Pilzbefall behandelt, die hier natürlich nicht anschlagen. Glockentierchen treten in kleinen Kolonien als flaumiger, grau-weißer galleartiger Belag oder als einzelne Stäbchen auf dem Panzer oder im Kopfbereich der Schalentiere auf. Im Normalfall sind die Glockentierchen für Garnelen harmlos, bis sie sich so weit ausbreiten (siehe Bild Fächergarnele), dass sie den Wasseraustausch in den Kiemen einschränken und zum Ersticken führen können. Sie haften meist mit einem spiralig beweglichem Stiel am Untergrund. Unter bestimmten Bedingungen können Glockentierchen sich auch vom Stiel ablösen und auf Wanderschaft gehen und so andere Garnelen besiedeln. Weitere Bilder mit Symptomen finden Sie hier.

Glockentierchen unter einem Mikroskop (Bild mit freundlicher Genehmigung von Salem.) In Massen wie hier, können Glockentierchen den Wasseraustausch in den Kiemen einschränken und zum Erstickungstod führen.

Behandlung

Glockentier Kolonien an den Antennen, Schreitenbeinen und den Schwimmbeinen.Der beste Weg Epistylis Infektionen zu behandeln, ist die Wasserqualität zu verbessern und einen 80% Wasserwechsel über mehrere Tage durchzuführen, um so die Bakterien- und Nährstoffdichte zu verringern. Zusätzlich sollte man ein Medikament zugeben, in dem Malachitgrünoxalat enthalten ist. Beispielsweise ein handelsübliches Medikament gegen Ichthyio wie Punktol oder Exit. Die Dosierung erfolgt wie in der Packungsbeilage beschrieben. Alternativ kann man auch 0,37 g Methylenblau und 0,37 g Malachitgrün in 100ml 37%igen Formalin lösen. Hier von gibt man 1,2 ml der Lösung auf 100 l Aquarienwasser über mehrere Tage nachdosiert.

 

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