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Porzellankrankheit bei Garnelen |
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Die Porzellankrankheit tritt meist nur bei neuimportierten Garnelen auf. Es konnte bisher nicht nachgewiesen werden das diese Krankheit in einem bereits etablierten Garnelenstamm oder bei Nachzuchten aufgetreten ist. Die Krankheit wird mit importierten Garnelen eingeschleppt und bricht dann bedingt durch den Transportstress und der damit verbundenen Schwächung des Immunsystemes aus. So zeigte sich der Verlauf bei einer importierten Gruppe die wir kurz vorher erhielten.
Bei dem Erreger der Porzellankrankheit handelt es sich um einen einzelligen Parrasiten namens Microsporid Thelohania contejani der in den Muskeln der Garnelen lebt. Dieser einzellige Parasit greift die Muskeln des Wirtes an, welcher dadurch immer mehr in der Bewegung eingeschränkt wird. Die Garnele wird langsammer bis hin zur volkommenen Erstarrung was dann zum Tode führt. Befallene Tiere zeigten als erste Symptome Fabverluste und wurden von Kopf an milchig weiß was sich innerhalb kürzester Zeit über den gesamten Körper verbreitete.
Die Gliedmasen werden steif und unbeweglich. Später können sie nur noch ihre Schwimmbeinpaare bewegen. Nach ein paar Stunden, maximal einem Tag liegen sie nur noch auf der Seite. Die Tiere versuchen noch zu schwimmen, kommen aber nicht mehr voran und wirbeln orientierungslos in Kreisbewegungen durchs Wasser. Zu diesen Zeitpunkt können sie nur noch ihre Maxillipeden (Mundwerkzeuge) bewegen und sterben.
Tiere mit solchen Symptomen sollten sofort aus dem Becken entfernt werden, da durch Kanibalismus und den Verzehr eigener Artgenossen der Erreger übertragen werden kann. In frühen Versuchen wurden als Krankheitsbehandlung Medizinflocken von Tetra verwendet, die damals u.a bei Behandlung von Ichthyo bei Zierfischen angewandt wurden in denen Malachitgrünoxalat enthalten war.
Dies war damals und wäre auch heute noch die effektivste Methode um diese Krankheit einigermasen in den Griff zu bekommen. Leider werden diese Flocken jedoch nicht mehr hergestellt was die Krankheitsbehandlung wiederrum erschwert. Man kann Malachitgrün auch als Flüssigform, welches in handelsüblichen Medikamenten wie z.B. in Exit enthalten ist verwenden, darin Futterflocken einweichen und diese dann verfüttern.
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