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Bakterielle Infektionen bei Krabben fangen Häufig auf der Panzeroberfläche an. Zunächst erscheinen auf dem Panzer rotbraune Flecken, die mit der Zeit dunkler werden und sich auf der Oberfläche immer mehr ausbreiten. Auf der Panzerunterseite treten bakterielle Infektionen seltener auf. Es wird vermutet das durch das laufen auf dem Bodengrund und somit häufiges berühren der unterseite mit dem Sand oder Kies, dies eine „reinigende“ Wirkung hat und somit bakterien, durch die abschleifende wirkung sich hier nicht so stark verbreiten können.
Falsche Haltungsbedingungen in Becken, dazu gehört sozialer Druck auf die Tiere, der durch eine Überbesetzung des Beckens entsteht; ständige Revierkämpfe und daraus folgend Nahrungskonkurrenz aber auch schlechten Wasserqualität (Nitrat/Nitrit) sowie starke Temperaturschwankungen bzw. zu hohe oder zu niedrige Werte können zu einer Perforation des Panzer oder eine Parasitenbesiedlung führen. Die Panzerkrankheit kann auch durch mechanische Verletzungen hervorgerufen werden. Nachdem der Panzer nicht mehr intakt ist, können so Sekundär- und opportunistische Krankheitserreger eindringen.
Erreger
Für eine Bakterielle Infektion können Fadenpilze, Protozoen verscheidene chitinauflösende Bakterien z.b durch Vibrionen und einige Flagggelaten verantwortlich sein. Im Süswasser meist Bakterien der Gattungen Pseudomonas, Aeromonas und im Meerwasser Vibrio vulnificus, V. parahemolyticus, V. splendidus, und V. Orientalis die überall in der Umwelt vorkommen. Das Vorkommen dieser Bakterien in Zusammenhang mit Panzerveränderungen zeigt, dass die natürliche Flora verantwortlich für Läsionen am Panzer bei den Tieren sein kann und wie wichtig eine gute Wasserqulaität ist. Siehe auch unter Bakterielle infektionen vorbeugen.
Auswirkungen auf Krabben
Die Panzer-Krankheit betrifft meist Krabben die in der in Gefangenschaft bei schelechten Haltungsbedingugnen leben. Bei Krabben aus Teichen oder in der freien Wildbahn wurde die Panzerkrankheit bisher aber nur selten gefunden. Sind nur kleine und oberflächliche Bereiche befallen führt dies selten zur sterblichkeit und oft verschwinden löcher oder verletzungen am Panzer mit der nächsten Häutung wieder.
Im fortgeschrittenem Stadium können sekundäre bakterielle oder parasitäre Infektionen auftreden, das Exoskelet löst sich auf wird regelrecht zerfressen und es entstehen Löcher im Panzer. Wenn größere Bereiche des Panzers zerstört sind, kann diese Krankheit dann tödlich enden. Um die entzündeten stellen können sich auch saprophytischen Protozoen und Nematoden finden, die aber nicht in den (Hämolymphen) Blutkreislauf vorkommen.
Symptome
Zunächst erscheint eine Verfärbungen auf den Panzern (Foto 2), die später über die Anhänge ausbreiten (Bilder 3 und 4). Die Krankheit kann sich auf mehr als 75% der dorsalen Region des Panzers (Foto 5) ausbreiten. In schweren Fällen, breitet sich die Krankheit auf der ventralen Seite der Krebse durch umfangreiche braune bis schwarze Verfärbung aus (Fotos 6-8). Große Teile des Chitinpanzers werden weich und schwarz, da die verkalkten Gewebe zerstört werden. Diese Bereiche wurden leicht perforiert, so dass zugrunde liegende Gewebe ungeschützt sind. Gewebe direkt unter der Schale zeigen Melanisierung typisch für die Entzündungsreaktion. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die mikrobiologische Melanisierung auf der Schale, ein gutes Umfeld für Chitinlösende Vibrionen bietet, und schrittweise zu Schäden und Perforation führt. Durch mechanische zugefügte Verletzungen z.B nach einem Kampf, kann sich eine Schwärzung an der Seite der Schädigung zeigen. (Foto 1)
Mikrobiologische Verfahren
Bakterien die in Verbindung mit der Panzer-Krankheit auftreten, können leicht kultiviert werden durch Schmieren von Proben der betroffenen Gewebe auf Nährboden und TCB. Die bakterielle Bevölkerung, bei Proben mit der Panzer-Krankheit können insgesamt bis zu 107 Bakterien pro 0,1 g der Probe, 50 - 75% davon sind chitinzersetzend. Abgesehen von der Chitinase, besitzen diese Vibrionen auch die Enzyme Gelatinase und Lipase, welche als Mischfaktoren für den Panzer-Abbau gesehen werden.
Vorbeugen
Bieten Sie den Tieren einen sandigen Untergrund in geeigneter Dicke, in welchen sich die Tiere eingraben können. Die Bereitstellung einer genügend hohne Bodenschicht in demsich die Tiere auch vergraben kann nicht nur für Abbau von Stress sorgen, sondern auch die Bildung von anwachsenden Organismen reduzieren. Sorgen Sie für Optimales Wasser da mit die Tiere sich regelmäßuig Häuten können, da die Krankheit mit dem alten Panzer abgeworfen wird, es sei denn die darunter liegende Chitinschicht ist bereits ebenfalls beschädigt.
Möglichkeiten einer Medikamentösen Behandlung
Furanol von JBL
Enthält Nifurpirinol. Dies ist ein frei erhältliches synthetisches
Antibiotikum (Chemotherapeutikum) aus der Gruppe der Nitrofurane.
Anwendung bei bakterieller Infektion 1 Tablette auf 20 Liter
Aquariumwasser über 5 Tage danach 80% Wasserwechsel und mit selber
Dosis wiederhohlen.
Chloramphenicol
Ist ein rezeptpflichtiges Bakterienhemmendes Btreitbandantobiotikum.
Anwendung 1,5g von dem Pulver pro Liter Aquariumwasser zugeben.Nach
einer Woche 80% Wasserwechsel und mit selber Sosis wiederhohlen.
Zusätzlich sollte man eine Messerspitze des Pulvers entweder in
Frostfutter mit untermischen oder im Wasser aufgelösten Pulver,
Granulat oder Flockenfutter einweichen und dann verfüttern, damit das
Medikament in den Organismus mit aufgenommen wird.
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