Dr. Shrimp´s Wissen Es gibt verschiedene Parasiten, die Schnecken als Zwischenwirte nutzen wie zum Beispiel Schneckenegel, Würmer oder einzeller. Allerdings sind Schnecken relativ resistent gegen viele dieser Parasiten und können sehr Lange mit diesen leben.
Fadenwürmer Der Fademwurm Angiostrongylus cantonensis, auch
bekannt als Rattenwurm, nutzt Schnecken als Zwischenwirt um seinen
Lebenszyklus zu vollenden. Dieser
Parasit, der die Ratte als wichtigsten Wirt nutzt, kann auch Menschen
infizieren wenn Schnecken roh konsumiert werden. In seltenen Fällen kann
diese Infektion zu Eosinophiler meningonencephalitis führen, was zu
schweren neurologischen Störungen und sogar zum Tod führen kann. Aber
keine Sorge, wenn Sie Ihre Schnecke aus einem Zooladen kaufen, ist der
einzige Weg, wie die Schnecke infiziert werden kann, das Leben im Wasser
mit infizierten Nagetieren (Ratten oder Mäusen). Und selbst dann
müssten Sie das Wasser trinken oder die Schnecke essen oder die
Wasserpflanzen auf welche sich die Parasiten heften um, nach Beendigung
ihres Lebenszyklus in den Schnecken, dort darauf warten von ihrem
Hauptwirt gegessen zu werden.
Die männlichen Tiere besitzen eine Art Beutel, mit dem sich das Männchen am Weibchen festklammert. Es besteht ein Geschlechtsdimorphismus,
die Weibchen werden 25 bis 33 mm lang, die Männchen hingegen nur 15 bis
19 mm. Der Körper ist von einem s-förmigen schwarzen Band durchzogen,
das den Darm und den Uterus darstellt.
Wenn Sie vermuten, dass Ihre Schnecke infiziert ist, halten Sie sie
fern von ihrem Hauptwirt. Dies unterbricht den Lebenszyklus des
Parasiten, und er stirbt ab. Beachten Sie, dass es sehr lange dauern
kann, da viele Parasiten in der Lage sind, mehrere Generationen in ihrem
Zwischenwirt zu überleben. Warten Sie besser bis die Schnecke ihre Eier
gelegt hat und machen Sie weiter mit den jungen, nicht infizierten
Schnecken. Borstenbauchwürmer Die Gattung Chaetogaster (deutsch "Bauchborstenwürmchen") gehört zu den Ringelwürmern (Annelida). Sie wird zur Familie der Naididae aus der Ordnung der Wenigborster (Oligochaeta) gestellt; innerhalb der Naididae gehört sie zur Unterfamilie der Naidinae.
Es handelt sich um ca. 2-25 mm lange durchsichtige aquatisch lebende
Würmer, die teilweise infolge ungeschlechtlicher Vermehrung auffällige
Tierketten bilden und im Süßwasser häufig vorkommen.
Eine Besonderheit stellt die Art Ch. limnaei dar, die in zwei
"Unterarten" vorkommt, die sich deutlich in ihrer Lebensweise
unterscheiden. Die eine Unterart ernährt sich parasitisch in Innern von
Schnecken (Ch. l. vaughini) und befällt auch nur Schnecken ab einer bestimmten Mindestgröße. Sie ernährt sich offenbar überwiegend von Nierenzellen der Wirtsschnecke. Die andere Unterart (Ch. l. limnaei) heftet sich an der Außenseite der Schnecken (z.B. der Gattungen Lymnaea, Physa, Ancylus oder Australorbis) am Weichkörper und an der Innenseite der Schale fest und kann sich dort frei bewegen (sog. Epökie).
Sie konsumiert verschiedene Kleinorganismen, die sie von ihrem Wirt aus
durch Einsaugen fangen kann, wobei außer z.B. Rotatorien und Algen auch
Cerkarien und Miracidien (Larven von Saugwürmern)
zu ihrer Nahrung zählen. Verschiedentlich wurde der ökologische
Zusammenhang dieser gleichsam biologischen Parasitenbekämpfung
untersucht. Er scheint unterschiedlich stark ausgeprägt zu sein, lässt
sich aber offensichtlich nicht praktisch anwenden. Manchmal wird die Unterart Ch. l. limnaei auch auf Süßwassermuscheln gefunden. Die Unterart Ch. l. limnaei verlässt dabei im Spätsommer/Herbst
ihren Wirt (die Schnecke), geht zum freien Leben im Gewässer über und
befällt im Frühjahr neue Schneckenindividuen. Schneckenegel
Der knorpelig-feste und stark abgeflachte Körper des Großen
Schneckenegels wird bis zu drei Zentimeter lang und maximal einen
Zentimeter breit. Er besitzt drei Augenpaare, die hintereinander liegen
und manchmal teilweise miteinander verschmolzen sein können. Der Rücken
ist variabel bräunlich oder grünlich gefärbt und weist sechs
Längsleisten mit gelben Warzen auf jedem dritten Ringel auf. Der vordere
Saugnapf ist im Vergleich zum hinteren sehr klein. Bei Gefahr oder
Beunruhigung rollt sich das Tier kugelförmig zusammen.
Der Große Schneckenegel saugt hauptsächlich an Schnecken und Würmern.
Seltener dienen auch weichhäutige Larven von Insekten (beispielsweise
Mücken) zur Ernährung. Der Saugrüssel wird in den Weichkörper der Beute
gebohrt. Schneckenegel schwimmen nicht, sondern bewegen sich mit ihren
beiden Saugnäpfen auf dem Untergrund vorwärts.Die Art betreibt Brutpflege, indem das Weibchen den auf einer
Unterlage befestigten Eikokon mit seinem Körper abschirmt und diesem
Frischwasser zufächelt. Die geschlüpften Jungtiere heften sich an den
Bauch der sich nun erst mit ihren Saugnäpfen wieder vom Brutplatz
lösenden Mutter. Beim verwandten und oft vergesellschaftet vorkommenden Kleinen Schneckenegel (Alboglossiphonia heteroclita)
wird dagegen bereits der Eikokon am Bauch des Muttertieres angeklebt
und mitgeführt. Diese Art ist deutlich kleiner und hellgelb- oder
hellgrau-durchscheinend.
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