Lebensraum Wasser Drucken E-Mail

Der Lebensraum Wasser wird durch eine Vielzahl chemischer, physikalischer und biologischer Zusammenhänge aufrecht erhalten, die Garnelen und Krebse direkt, wenn auch unterschiedlich beinflussen.

Der Lebensraum Wasser zeichnet sich durch einen fasziniernden Artenreichtum aus und wird seit Jahrmillionen von lebende Organismen bevölkert. Man sollte jede noch so kleine Änderung zwischen Decapoden und Umwelt nicht unterschätzen. Jede Veränderung der Waserqualität hat sehr schnell Einfluß auf das physiologische Befinden der Tiere. Sie reagieren schneller auf Veränderungen in ihrer Umwelt als Landlebewesen, weil sie sich in Millionen von Jahren entwickelt haben und an ihren Lebensraum hervorragend angepasst sind und ihr natürlicher Lebensraum sehr stabil ist.

In Flüssen, Teichen und Meeren setzen sich Veränderungen, im Gegensatz zum Aquarium, im Allgemeinen sehr langsam durch. Ein Aquarium ist durch seine relativ geringe Größe sehr anfällig für plötzliche und starke Veränderungen der Wasserqualität. Jede Veränderung der Umgebungsverhältnisse hat Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Garnelen.

Dr. Shrimp´s Wissen
Viele Krankheitserreger und Bakterien sind ein natürlicher und ständiger Bestandteil des Lebensraumes und verursachen im Normalfall, bei optimalen Bedingungen, keine Erkrankungen. Die gesunde Garnele ist in der Lage durch ihr Immunsystem, diese Krankheitserreger unter Kontrolle zu halten.

Zwischen Wirt und Krankheitserregern besteht ein Gleichgewicht, eine Symbiose. Die Bakterien z.B. des Darms sind sogar nützliche Verdauungshilfen. Bei diesen Bakterien handelt es sich um aphatogene Mikroorganismen. Eine solche Lebensweise zweier Lebewesen nennt man Symbiose, bei der beide Lebenspartner gewisse Vorteile voneinander haben.

Wird dieses Gleichgewicht nun z.B. durch Stress, durch Unterdrückungen von Artgenossen, durch schlechte Wasserqualität und Veränderungen der Wasserwerte oder durch Verletzungen des Panzers gestört, wird das Immunsystem geschwächt und verschiedenen Bakterien und Pilzen eine große Angrifsfläche geboten, welche bei optimaler Haltung und regelmäsigem Wasserwechsel weitgehends reduziert werden könnte. Vor allem zu hohe Nitrit- und Nitratwerte spielen in Verbindung mit Krankheitsausbrüchen eine nicht untergeordnete Rolle.

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