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Kannibalismus |
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Beim Kannibalismus in der Zoologie unterscheidet man zwischen aktivem und passivem Kannibalismus. Ein aktiver Kannibale jagt und tötet Artgenossen bevor er sie frisst, während ein passiver Kannibale nur bereits tote Artgenossen verspeist. Letztere sind häufig Raubtiere, Allesfresser wie unter anderen Krähen und Möwen oder Aasfresser wie verschiedene Arten von Krabben im Meer. Bei Krebsen und Garnelen kommen beiderlei Typen vor. Da in natürlichen Biotopen oft ein Mangel an eiweisreicher Nahrung herscht, haben sich einige Flusskrebse und Großarmgarnelen zu guten Jägern entwickelt und können
mit Ihren Scheren gelegentlich kleine Fische aus dem freien Wasser
greifen, während Zwerggarnelen meist nur über bereits tote oder kranke und geschwächte Tiere herfallen um ihren Proteinmangel auszugleichen.In Gefangenschaft tritt Kannibalismus unter Krebstieren meist bei extrem hoher Besatzdichte auf, da der mit der Überbevölkerung verbundene Stress auch die Aggresivität erhöht. Vor allem kranke Artgenossen oder Artgenossen die sich frisch gehäutet haben und somit extrem anfällig sind oder kranke und geschwächte Fische sind hiervon als erster betroffen. Als Kannibalismus wird also das Verzehren von Artgenossen oder Teilen derselben bezeichnet. Da Krebstiere sich jedoch nicht nur auf kranke oder bereits verstorbene Artgenossen stürzen sondern auch auf verstorben oder angeschlagene Fische, Schnecken ect. ist Kannibalismus eigentlich das falsche Wort und man sollte eher das Wort Aasfresser verwenden. Richtig ist jedoch omnivor, denn Garnelen und Krebse ernähren sich sowohl von pflanzlichen als auch von tierischen Futter. Kannibalismus oder Aasfras kann aber auch verherende Folgen mit sich nachziehen. Denn Krankheiten oder Parasiten können auf diesen Weg zielgenau weiterverbreitet werden. Daher sollte man, um dies zu verhindern, tote Garnele oder Krebse aus dem Aquarium schnellstmöglich entfernen.
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