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Geschlechtsunterschied Flusskrebse sind abgesehen von einigen Ausnahmen meist getrenntgeschlechtig. Männchen und Weibchen sind nicht immer leicht zu unterscheiden. Optisch lassen sich die Tiere oft anhanden von verschiedenen Merkmalen wie z.B. das die Männchen bulliger wirken oder kräftigere Scheren als die Weibchen besitzen, unterschieden. Ganz sicher erkennt man Männchen und Weibchen aber nur wenn man die Tiere auf den Rücken dreht. Am besten packt man sie hier mit dem Zeigefinger und Daumen oben am Carapax im Bereich des Thorax. Hier kommen sie mit ihren Kräftigen Scheren nicht hin und es ist Ihnen so nicht möglich nach den Fingern zu schnappen.
  Die Männchen der europäischen und amerikanischen Arten, wie Procambarus
clakrii oder Cambarellus, besitzen an der Stelle von Gonoporen
sogenannte Gonopoden. Diese befinden sich am ersten und zweiten
Schwimmbeinpaar die sich zu Begattungsorganen umgebildet haben. Wenn man die Krebs der australischen Arten umdreht dann sieht man bei den Weibchen, die Geschlechtsöffungen (Gonoporen) am 3. Beinpaar. Ebenso besitzen bei den Cherax Arten, auch die Männchen Gonoporen. Diese befinden sich jedoch am Ende des 5. Beinpaares.
Die Fortpflanzung
Da die Paarung in jeder einzelen Gattungen unterschiedlich abläuft, kann hier nur ein grober Überblick über die Paarung gegeben werden.
Zu Beginn der Paarung ergreift das Männchen das Weibchen mit den Scheren und versucht, es auf den Rücken oder auf die Seite zu drehen. Mit den Schreitbeinen umklammert es den Körper des Weibchens und versucht, es festzuhalten. Ist ihm das gelungen, dann liegen die Ventralseiten beider Geschlechter einander zugekehrt, und die Paarung kann beginnen. Die Begattung dauert ungefähr 15 Minuten, danach wird das Weibchen freigelassen. Sollte eine erfolgreiche Begattung ausbleiben, werden die Eier
abgestoßen und sind nach einigen Tagen verschwunden. Im Normalfall kommt es zwischen 10-20 Tagen (kann schwanken) zur Eiablage. Dabei legt sich das Weibchen auf den Rücken, krümmt das Ende des Abdomens nach vorn und bildet so eine Kammer, in der die Eier Platz finden, deren Anzahl hängt auch von der Größe der Weibchen ab, die schon ab 6-7 cm Länge geschlechtsreif sind. Kleinere Weibchen bringen es auf 100-150 Jungtiere, bei größeren Weibchen können es bis zu 350 sein. Größere Arten, wie Cherax tenuimanus oder Cherax quadricarinatus, können auch bis zu 900 Jungtiere mit sich tragen.
Die geschlüpften Larven haften an der Unterseite des Hinterleibs der Mutter und werden von ihr intensiv gepflegt, indem sie durch die Bewegungen ihrer Schwimmfüße eine Wasserströmung erzeugt und so den Nachkommen sauerstoffreicheres Wasser zuführt und sie gleichzeitig von eventuellen Verunreinigungen befreit.
Bevor die Jungtiere zu selbständigen kleinen Krebsen werden, haften sie wenn die Jungtiere geschlüpft sind als Larvenstadien noch einige Zeit an der Unterseite der Mutter. In der ersten Zeit wachsen die Jungkrebse recht schnell und häuten sich in der Regel alle paar Tage, wobei die Temperatur eine große Rolle spielt. Das Optimum für Jungkrebse liegt zwischen 20 und 27 °C. Ferner sollte man auch für eine ausreichende Belüftung des Beckens sorgen.
Da Krebse kannibalisch veranlagt sind, kommt es vor, dass der eine oder andere von seinen Geschwistern verzehrt wird. Besonders in der ersten Zeit, wenn die Tiere sich häufig häuten, kommt es zu Verlusten. Deswegen sollte man den Jungkrebsen ein möglichst großflächiges Aquarium bereitstellen, mit genügend Unterschlupfmöglichkeiten. In meinem Aquarium haben sich hierfür Ziegelsteine mit Löchern bewährt. Wenn man die Tiere öfter am Tag füttert, sind die Verluste eher gering.
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