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Bei der Garnelenhaltung sollte eine deutsche Karbonathärte, dKH, von 0°
angestrebtwerden, denn in der Natur wird die Vermehrung durch den Beginn
der Regenzeit ausgelöst und dann ist auch in den Heimatgewässern
keine Karbonathärte mehr nachweisbar.
Allerdings ist bei Karbonathärte-Werten unter 3° Vorsicht geboten. Liegt die Karbonathärte unter 3°, so ist
der pH-Wert nicht stabil und eine Veränderung durch zu viele organische
Stoffe, also Fischfutter, Fischkot und abgestorbenen Pflanzenteilen, die
Stickstoff enthalten, kann zu einem plötzlichen pH-Sturz führen. Dieses
Risiko nimmt zu, wenn über längere Zeit kein Wasserwechsel durchgeführt
wird! Der in organischen Stoffen enthaltene Stickstoff wird bei bestimmten pH-Werten von Bakterien zu Ammoniak umgewandelt. Im weiteren Verlauf des Stickstoffkreislaufs entsteht Nitrit und Nitrat (oder
Salpetersäure, vom pH-Wert abhängig). Die Säure reagiert mit dem Calciumhydrogencarbonat,
also der Karbonathärte, zu CO2 und Wasser. Durch
diese Reaktion sinkt die Karbonathärte und ein Säuresturz ist möglich.
Dr. Shrimp´s Wissen Die Wasserqualität ist entscheidend für die Gesundheit und die erfolgreiche
Pflege der Crustaceen. Eine Überwachung der wichtigsten Wasserwerte
sollte für jeden Aquarianer zur Routine der Aquarienpflege
gehören. Zumindest in der Anfangszeit sollte das Aquarienwasser mindestens
einmal wöchentlich getestet werden.
Nur wenn wir die Messwerte regelmäßig überwachen,werden wir frühzeitig
eine Verschlechterung der Lebensbedingungen erkennen, um
dann bei starken Veränderungen rechtzeitig eingreifen zu können.
Ebenfalls wichtig ist eine deutsche Gesamthärte, dGH, von über 5°, da es
ansonsten aus Mangel an Mineralien bei den Tieren zu Häutungsproblemen
kommen kann. Auch die Mikroorganismen für die Reinigung des
Wassers können sich bei einer Gesamthärte von über 4° besser vermehren.
Hat man ein weiches Ausgangswasser mit einer zu geringen Gesamthärte
zur Verfügung, so gibt es bereits verschiedene Präparate für
Crustaceen, welche die Gesamthärte anheben und die Karbonathärte unverändert
lassen.
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