Mikroskopische Präparate bestehen üblicherweise immer aus vier Teilen, von denen mindestens drei völlig Transparent sein müssen:
- Objektträger
- Einbettungsmedium (bei Frischpräparat Wasser)
- Zu untersuchendes Objekt
- Deckglas
Frischpräparate sind gleichzeitig Nasspräparate und können durch verschiedene Verfahren hergestellt werden. Man unterscheidet: Ausstrich-, Mezarations-, Quetsch-, Schnitt-, Suspensions-, Total- oder Zupfpräparate.´
Bei Garnelenuntersuchungen werden Hauptsächlich Quetsch- und Totalpräparate angewandt. Frischpräparate sind für die sofortige Untersuchung gedacht und werden nach Auswertung meist verworfen. Sollen sie aber später noch für eine Nachuntersuchung verwendet werden, verarbeitet man sie zum bedingt haltbaren Dauerpräparat. Dabei wird das Untersuchungsmedium Wasser gegen ein optisch dichteres Medium ausgetauscht. Meist ein Anfangs flüssiges, in kurzer Zeit aushärtendes Harz, dass das gewünschte Objek unter Erhaltung aller wesentlichen brauchbaren Strukturen gleichsam versiegelt.
Aufheben von Frischpräparaten
Frischpräperate, die man aus Zeitgründen noch nicht genügend ausführlich untersuchen oder dokumentieren konnte, lassen sich für einige Tage in einer feuchten Kammer aufbewahren. Dazu legt man sie in einer Petrischale oder kleinen Kühlschrankbox auf zwei Holzstäbchen auf. Den Boden des Aufbewahrungsgefäßes legt man mit einem feuchten Tuch aus und umrandet zusätzlich das Deckglas leicht mit Glycerin. Auch lassen sich Frischpräparate durch vollständiges Umranden des Deckglases mit Nagellack vorrübergehend stabilisieren.
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