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Muschelkrebse sind im Meer- und Süßwasser mit ca. 6000 Arten verbreitet. Hier ernähren sich dort sowohl parasitär, räuberisch als auch von Pflanzen. Die meisten der 6000 Arten sind getrentgeschlechtlich, einige davon aber auch parthenogenetisch. Ihre Segmentzahl ist reduziert, so dass sie nur noch 5-7 Extremitätenpaare einschließlich der Antennen besitzen. Zusammen mit den Copepoda sind sie ein Bestandteil des limnischen und marinen Planktons. Man kennt heute tausende ausgestorbener Arten. Über 10.000 fossile Arten sind beschrieben worden. Muschelkrebse (Ostracoden) sind die einzigen parasitischen Arthropoden, die bei Crustaceen vorkommen. Freischwimmende Muschelkrebse ernähren sich hauptsächlich von vorbeischwimmenden Futterresten und Algenbewuchs auf dem Crustaceen- oder Schenckenpanzer. In geringer Anzahl und je nach Art, stellen Sie keine Probleme für Garnelen und Schnecken in der Aquaristik dar. Treten Muschelkrebse jedoch in massen auf und werden in einem Aquarium zur Plage, kann dies für Garnelen und Schnecken zu Stress führen wenn diese Panzer und Gehäuße in Massen besiedeln.
Folge, Schnecken ziehen sich in ihr Gehäuse zurück, werden inaktiv, was zum tod führen kann. Bei Garnelen kann es stressbedingt durch die Belagerung zu Immunschwäche und Häutungsproblemen kommen. Je nach Art der Muschelkrebse können diese auch kleinen Garnelen gefählich werden. Viele Muschelkrebse gehören auch zu den Asfressern und besiedeln schnell in Massen verstorbene Garnelen oder Schnecken.
Zwei Gattungen kommen als Epikommensalen auf der Oberfläche und in den Kiemenkammern bei verschiedenen Crustaceen vor. Enthocytherinae, in Nord- und Zentralamerika, und Notocytherinae, in Australien, treten bei Cherax tenuimanus, Cherax destructor, Notocyther syssitos und Notocyther mirrantia auf. Die Muschelkrebse kleben entweder an Kiemenblättchen fest oder sitzen in kleinen Gruben im Exoskelett ihres Wirtes. Muschelkrebse können Cercarien digener Trematoden enthalten und so ihren Wirt mit den Parasiten infizieren. Aufgrund ihres Sitzes an den Kiemenfilamenten können sie bei massivem Auftreten die Kiemenfunktion stören (Evans et al., 2002).
Was tun gegen Muschelkrebse Muschelkrebse sitzen in dicht schließenden, zweiklappigen Schalen. Werden sie gestört, schließen sie ihre Schalen und sinken auf den Boden. In ihren Gehäusen sind sie so gut geschützt, dass sie bei Wasserknappheit nicht einmal austrocknen würden. Auch bei einem Medikamenteneinsatz verschließen sie sich und können so überleben, was zeigt das Sie auch mit handelsüblichen Medikamenten nicht auszurotten sind ohne dabei Garnelen und Schnecken zu gefährten. Muschelkrebse vermehren sich nur in Nährstoffreichen Wasser. Bei geringer Fütterung und regelmäßigen großzügigen Wasserwechsel verschwinden die Krebse mit der Zeit von selbst wieder. Eine andere Möglichkeit Muschelkrebse zu bekämpfen, besteht darin kleine Fische einzusetzen. Zum Beispiel ein kleiener Schwarm (6-8 Tiere) Leopardenbärblinge oder Zebrabärblinge, auch Perhuhnbärblinge unfd Guppys und Zwergkugelfische fressen gerne Muschelkrebse. Aber Vorsicht! auch Junggarnelen werdendabei nicht verschont.
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