Behandlungsmöglichkeiten


Würmer, Parasiten, Schädlinge

Kochsalz


Wirkt gegen eine Reihe von Ektoparasiten. Anwendung: Trichodina, Chilodonella und Costia, Pilzbefall, Hydren, Karpfenläuse, Egel und Garnelenasseln angewandt.

Dosierung: 3 bis 5 g pro 1 l Aquarienwasser. Wird von empfindlichen Aquarienpflanzen nicht vertragen. Um Schneckenegel zu entfernen, sollte ein Kurzbad mit 20 bis 30 g/l über
10 bis 15 Minuten durchgeführt werden.

 

Baycox (Toltrazuril) 2,5 %


Ein verschreibungspflichtiger Arzneistoff aus der Gruppe der Triazinderivate. Toltrazuril ist gegen alle bislang untersuchten Kokzidien wirksam. Es hemmt die Atmungskette und die Pyrimidinsynthese bei den Parasiten und damit die Entwicklung der ersten und zweiten Schizontengeneration. Gegen freie Sporozoen ist es nicht wirksam, sondern es wird nur die Ausscheidung weiterer Sporen unterdrückt. Anwendung bei: Protozoeninfektionen wie Kokzidiosen (Sporozoa). Dosierung: 1. Tag 4 ml/100 l, am 5. Tag dieselbe Menge nachdosieren. Gleichzeitig sollten einige Tropfen der Lösung ins Futter gemischt und verfüttert werden. Nach einer Woche ist die Behandlung abgeschlossen und ein Wasserwechsel ist vorzunehmen.

 

Concurat 10 %, Levamisol


Con-curat®-L 10 % enthaltene Levamisol ist die einzig bekannte, wirksame Substanz, die den Parasiten sicher abtötet. Beide Medikamente sind verschreibungspflichtig. Anwendung bei: Schneckenegel, Fräßkopfwürmer, Wurmerkran- kungen, Scheibenwürmer und Haarwürmer. Dosierung: Je 100 l Aquarienwasser gibt man 0,5-1,0 g reinen Wirkstoff Levamisol oder 7,5 g Concurat®-L 10 % hinzu. Vor der Anwendung in einem Becher Wasser auflösen und im Aquarium verteilen. Die Behandlung nach einer Woche wiederholen. Ist acht bis zehn Tage nach der zweiten Behandlung kein Befall mehr sichtbar, war die Bekämpfung erfolgreich. Vorsicht, kann bei Überdosierung zu lebensgefährlicher Wassertrübung führen!

 

No Planaria


Wird zur Planarien- und Hydra-Bekämpfung eingesetzt. Darf in der EU leier nicht mehr verkauft und angeboten werden. Der Betelnusspalmen-Extrakt ist ein natürlich vorkommender Rohstoff, der aus dem Stamm der Palmen gewonnen wird und dessen Wirkung auf wurmartige Organismen toxisch ist. No Planaria hat keine Auswirkungen auf die Wasserqualität. Die pH-, dGH- und dKH-Werte bleiben stabil. No Planaria schädigt weder Garnelen, Fische, Wasserpflanzen noch wichtige Bakterien im Wasser oder Filtermaterial Anwendung bei: Planarien und Hydren im Aquarium. Dosierung: Einen beiliegenden Dosierlöffel voll auf 50 l Aquarienwasser geben, am zweiten Tag die halbe Dosis auf 50 l nachdosieren.

Tremazol (Sera)

Enthält das wirksame Praziquantel, welches auch in der Human- und Tiermedizin erfolgreich gegen Wurmbefall eingesetzt wird. Anwendung bei: Strudelwürmer, Scutariella, Kiemenwürmer (Dactylogyrus sp.), Hautwürmer (Gyrodactylus sp.) und Bandwürmer (z. B. Bothriocephalus sp.) Dosierung: Herstellerangaben beachten.

 

Flubendazol 5 %


Verschreibungspflichtige Mittel hat eine ovizide Wirkung (das heißt es wirkt abtötend auf die Eier von Parasiten), da es die Ausbildung des Spindelapparats und den Stoffwechsel stört. Das Medikament selbst ist für Garnelen und Krebse nicht giftig, da jedoch die sterbenden Planarien zum Schutz ein Zellgift abgeben, was in größeren Mengen den Garnelen oder Krebsen den Tod bringen kann, sollten vorher unbedingt über mehrere Tage so viele Planarien wie möglich abgesaugt werden. Je mehr Planarien vor der Medikamentenanwendung entfernt werden, desto geringer ist die Schädigung des vorhandenen Garnelenbestands durch die Absonderung des Zellgifts. Apfel- oder andere Schnecken müssen vor der Anwendung mit Flubendazol entfernt werden, da diese das Medikament nicht vertragen. Gut versteckte Planarien, beispielsweise im Kies, oder Planarieneier tötet das Medikament nicht, weshalb die Behandlung nach zwei Wochen wiederholt werden muss. Anwendung bei: Planarien (Dugesia tigrina) und Hydren (Cnidaria), Hakenwürmer (Ancylostoma caninum, Uncinaria stenocephalum), Zwergfadenwürmer (Strongy- loides ssp.), Spulwürmer (Toxocara canis, Toxascaris leonina, Toxocara cati), Peitschenwürmer (Trichuris ssp.) und Bandwürmer der Gattung Taenia. Dosierung: 0,5 g Flubendazol auf 100 l Wasser aufgelöst und sieben Tage ohne Wasserwechsel wirken lassen. Nicht bei Schnecken anwenden!!

 

Panacur


Ebenfalls ein verschreibungspflichtiges Medika- ment ist Panacur. Sein Hauptwirkstoff ist Fenbendazol, ein verwandter Wirkstoff des Flubendazols. Beide gehören der Gruppe der sogenannten Benzimidazole an, sie sind sich also relativ ähnlich. Panacur verhindert den intrazellulären Transport von Nährstoffen, somit verhungern die Tiere oder sie sterben durch den gestörten Stoffwechsel an Energiemangel. Je nach Wurmart dauert es bei Panacur zwei bis vier Tage bis zum Tod, bei Flubendazol etwas länger. Panacur ist sowohl als Suspension als auch in Tablettenform erhältlich. Anwendung bei: Planarien und Bandwürmern.  Dosierung: Von der Suspensions-Lösung mit 10 % werden 1 bis 1,5 ml auf 100 l Aquarienwasser gegeben. Von den 250 mg-Tabletten wird 1/4 Tablette auf 100 l Aquarienwasser dosiert. Am zweiten Tag sind bereits weniger Planarien vorhanden und am fünften Tag meist keine mehr am Leben. Auch hier tote Planarien absaugen. Bei der Anwendung mit Panacur kann es in fischbesetzten Becken zu Problemen mit einigen Fischarten kommen, daher die Fische vorher am besten entfernen.




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