Biologie der Garnelen & Krebse


Fortbewegung

Das 2. bis 4. Schreitbeinpaar deint zum laufenen. Das 1. Beinpaar trägt große Kräftige Scheren und dient zum greifen, verteidigen und imponieren anderer Gegner. Foto: Michael Wolfinger
Das 2. bis 4. Schreitbeinpaar deint zum laufenen. Das 1. Beinpaar trägt große Kräftige Scheren und dient zum greifen, verteidigen und imponieren anderer Gegner. Foto: Michael Wolfinger

Schreitbeine


Zur Fortbewegung dienen Garnelen, Krebsen und Krabben fünf Schreitbeinpaare, wobei nur das dritte bis fünfte Schreitbeinpaar,  (siehe Bild oben) zur ausschließlichen Fortbewegung dient. Mit diesen können die Tiere in alle Richtungen vor-, rückwärts und seitlich laufen (siehe Video rechts oben). Bei Garnelen trägt das 1. und 2. Schreitbeinpaar unterschiedlich große Scheren bzw. Greifarme bei Flusskrebsen, das 1. - 3. Schreitbeinpaar (siehe Bild oben Nr. 1 - 3). Anders als bei Krebsen trägt bei Garnelen nicht das erste, sondern das zweite Beinpaar die größten Scheren.

Mit den Greifarmen am 1. und 2. Schreit-beinpaar grasen die Garnelen den Boden unermüdlich nach Fressbarem oder den Aufwuchs von Steinen, Wurzeln oer anderen Gegenständen und Pflanzen ab (siehe Video rechts Mitte) Krebse hingegen benutzen diese zum Festhalten von Nahrung und können kräftig und Blitzschnell mit den Scheren (1. Beinpaar) zugreifen (siehe Video rechts) Die Scheren und Greifarme bilden sich aus dem beweglichem Finger (Dactylus), dem unbeweglichen Finger (Propodus) und mit Ausnahme von Fächergarnelen, bei alle anderen Arten aus der Handfläche zusammensetz. Die hinteren zwei Schreitbeine bei Flusskrebsen bzw.  die hinteren drei bei Zwerggarnelen besitzen keine Scheren.


Fluchtreflex

Video Fortbewegung Flusskrebs


Video Greifarme Zwerggarnelen


Video Scheren Flusskrebs packt zu



Wer schon einmal mit dem Kescher von oben eine Garnele fangen wollte, hat sicherlich schon oft gemerkt wie schnell eine Garnele bei Gefahr flüchten kann. Gesunde Garnelen und Krebse besitzen eine ausgeprägte Fluchtreaktion (Fluchtreflex) um bei Gefahr Räubern und Fressfeinden zu entkommen. Fühlen sich die Tiere bedroht oder spüren sie Gefahr, so schwimmen sie schnell rückwärts und verschaffen sich im freiem Wasser durch sehr schnelle, schlagende Bewegungen mit dem Schwanz den notwendigen Antrieb, um so der Gefahr zu entfliehen. Diese Form der Fluchtreaktion wird auch als „Lobstering“ bezeichnet  und  auch  von  Flusskrebsen  und


Schwimmbeine

Langusten bei der Flucht eingesetzt. Auf diese. Weise können die Tiere mit einer Geschwin- digkeit von 60 cm/sec und einer Reaktionszeit von 55msec auf den optischen Reiz (von der Gefahr bist zum Fluchtreflex) eine sehr schnelle Reaktion erzielen. Siehe Animation unten.



Bauchfüße oder Schwimmbeinpaare dienen Garnelen und Krebsen zum langsamen Vortwärtsschwimmen oder zum manövrieren im freien Wasser wie zum Beispiel beim Paarungsschwimmen (siehe Video rechts). Die Weibchen heften an den Schwimmbeinen auch ihre befruchteten Eier an, wo diese bis zum Schlupf der Larven verbleiben. Garnelen besitzen 5. Schwimmbeinpaare. Bei manchen Krebsen wie zum Beispiel Procambarus oder Cambarellus  Arten hat das Männchen nur drei-

paarige Schwimmbeine. Die vorderen zwei haben sich hier zu Begattungsgriffel (Gonopoden) umgebildet.


Mit denn fünf Schwimmbeinpaaren können Garnelen...


...im freien Wasser stehen...
...im freien Wasser stehen...
...schnell von links...
...schnell von links...
...nach rechts manövrieren...
...nach rechts manövrieren...

...gemütlich im Wasser treiben...
...gemütlich im Wasser treiben...
...über dem Boden schweben...
...über dem Boden schweben...
...und Auf- und Abwärtsbewegungen steuern. 6 Fotos: Bettina Last
...und Auf- und Abwärtsbewegungen steuern. 6 Fotos: Bettina Last



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