Ethologie - Verhaltenswissenschaft


Verteidigung

Winkerkrabben Männchen bekämpfen, um weibliche Nachbarn zu schützen, nur Angreifer die kleiner sind als sie.
Winkerkrabben Männchen bekämpfen, um weibliche Nachbarn zu schützen, nur Angreifer die kleiner sind als sie.

Krebse und Krabben verteidigen sich norma-lerweise mit ihren mächtigen kräftigen Scheren vor Eindringlingen und Feinden. Winkerkrabben- weibchen haben dagegen mit ihren kleinen Scheren eher schlechte Karten. In der Natur leben Winkerkrabben in großen Kolonien in der sowohl männliche Tiere als auch die weiblichen in einzelnen Terretorien in separaten Behausungen leben, die auch selber jeder für sich beschützt. Die Männchen stehen zur Revierbegrenzung und Verteidigung eine große Schere zur Verfügung. Die Weibchen besitzen jedoch nur zwei gleichgroße kleine Scheren die hauptsächlich der Nahrungsaufnahme dienen mit denen sie sich so gut wie garnicht vor Angreifern verteidigen können. Brauchen sie auch nicht! Denn Männchen kommen ihren weiblichen Nachbarn zu Hilfe, wenn diese in Ge-

fahr sind, von einem männlichen Eindringling vertrieben zu werden.  Als  Belohnung  für den  Schutz von Angreifern werden die Beschützer dafür bei der Partnerwahl bevorzugt. Allerdings bekämpfen die Winkerkrabbenmännchen nur Angreifer, die kleiner sind als sie selbst. Währen die Angreifer größer würde die Belohnung das Risiko nicht aufwiegen. Forscher die 2 Monate lang eine Winkerkrabbenkolonie und deren Verhalten erforscht haben gehen davon aus, dass der Sex tatsächlich die Belohnung für den Schutz ist und nicht als Vorschuss gezahlt wird, denn normalerweise sei es umgekehrt: Zuerst der Sex, dann der Schutz. Mit dem Wunsch nach guten Paarungsmöglichkeiten lassen sich das ungewöhnliche Verteidigungsverhalten der Winkerkrabben gegen Eindringlinge aus anderen Kolonien erklären.




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