Krankheiten bei Wasserschnecken


Verletzungen, Vergiftungen

Riss einer Apfelschnecke am verheilen. Foto: Holger Haake
Riss einer Apfelschnecke am verheilen. Foto: Holger Haake

Verletzungen


Ursache für kurze Tentakeln oder sogar fast nicht vorhanden Tentakeln sind oft Fische oder aber auch bakterielle Infektionen. Für viele Fischarten sind Tentakeln einer Schnecke eine gute Ergänzung zur täglichen Mahlzeit und daher knabbern sie oft an diesen. Zwar sieht das gefährlich aus, die Schnecken scheint jedoch oft nicht zu sehr zu leiden, zumindest so lange es auf diesem Niveau bleibt. Zum Glück passen Schnecken ihr Verhalten in solch einem Fall schnell an und lassen ihre Tentakel und ihre Fangarme oder die Überreste von ihnen un-

Ursache für zerstörte Tentakeln sind oft Fische oder aber auch Bakterielle Infektionen. Foto: Wilstermann-Hildebrand
Ursache für zerstörte Tentakeln sind oft Fische oder aber auch Bakterielle Infektionen. Foto: Wilstermann-Hildebrand

ter dem Schnecken- haus. Dies ist eine effiziente Möglichkeit für die Schnecken, sich vor Fressfein- den zu schützen, aber es nimmt den Beobachter viel Vergnügen weil die Schnecke viel von ihrer Eleganz und natürlichem Verhalten verliert. Schnecken, sind sehr gut in der Lage abgefressene oder durch Bakterien zerstörte Tentakeln ihres Körpers zu regenerieren. Fast immer wachsen die verlorenen Tentakeln nach. Die neuen Tentakel sind oft jedoch kürzer  und dünner  als das  Original.

 Verletzungen am Gehäuse. Foto: Wilstermann-Hildebrand
Verletzungen am Gehäuse. Foto: Wilstermann-Hildebrand

Verletzungen am Ge häuse können meh- rere Ursachen ha- ben. Durch einen Schlag beim Sturz aus dem Aquarium oder durch Druck beim Einklemmen unter der Abde- ckung. Durch eine Verletzung oder Infektion, funktionieren hier (Bild oben, braune Schnecke) die Drüsen nicht mehr, die für die Ausscheidung des Gehäusematerials zuständig sind. Es bildet sich eine Scharte.

Vergiftungen


Schnecken sind wie Garnelen sehr empfindlich gegen bestimmte chemische Stoffe und Verbindungen. Man kann sogar sagen, noch etwas empfindlicher als Garnelen und Co. Leider werden einige dieser Chemikalien zur Behandlung von Fischkrankheiten wie Pilzen und Parasiten verwendet. 

Das Grundprinzip bei der Bekämpfung von Fischkrankheiten ist die Verwendung von chemischen Verbindungen die die Krankheiten beseitigen, wobei keine negativen Auswirkungen auf die Fische, die zu neurologischen/metabolischen Auswirkungen auf den Organismus führen, entstehen. Allerdings haben Schnecken mehr gemeinsam mit vielen Parasiten als mit Fischen in der Art, wie sie auf chemische Substanzen reagieren. 

Es ist ratsam, während der Behandlung bei Fischen die Schnecken in einem separaten Becken zu isolieren, es sei denn, Sie sind absolut sicher, dass das Produkt, das Sie verwenden, keine giftigen Chemikalien für die Schnecke enthält.

 

Für Schnecken ungeeignete Medikamente: 

  • Malachit Grün (benutzt zur Behandlung von Weißfleckenkrankheit, Pilzen und der Samtkrankheit oder Oodinium).
  • Verschiedene organische Pestizide wie Formaldehyd, Metriphonat, Trichlorphon (= Dylox, Masoten, Metriphonat, Neguvon, Trichlorophon), Dichlorvos und andere zur Behandlung von Infektionen mit, Würmern, Krebstieren und Läusen.
  • Metaldehyd als Molluskizid.
  • Verschiedene kupferhaltige Medikamente zur Behandlung von Infektionen, Protozoen und Pilzen.
  • Parricide-D (Di-n-Butyl-Zinn-Oxid), zur Beseitigung Helminthen, Acanthocephala, Trematoden, Cestoda und Würmern.
  • Panacur, nicht bei allen Schnecken
  • Flubenol oder Flubendazol ähnliche Stoffe



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